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Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region

Auch in diesem Jahr unterstützt der Landkreis Elbe-Elster Nachwuchskräfte im Bereich Medizin mit einem Stipendiatenprogramm

Das Förderprogramm zur Studienbeihilfe für Medizinstudenten im Landkreis Elbe-Elster wird fortgesetzt und geht in das neunte Jahr. Am 29. Januar 2018 startete das diesjährige Gemeinschaftsprojekt des Landkreises, des Elbe-Elster-Klinikums und der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ durch die Bereitstellung finanzieller Mittel und der Vertragsunterzeichnung im Herzberger Bürgerzentrum. Nach wie vor ist die Sicherung des medizinischen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen, für das sich Kreisverwaltung und Kreistag mit Nachdruck einsetzen. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski sagte: „Wir sind mit der gehobenen Grundversorgung durch das Elbe-Elster- Klinikum und einem im Vergleich noch recht dichten Netz niedergelassener Ärzte an dieser Stelle ordentlich aufgestellt. Wir waren uns aber schon zeitig darüber im Klaren, dass es anders kommen kann und wir uns deshalb nicht auf diesem Ist-Stand ausruhen können.“ Deswegen habe der Landkreis bereits 2010 eine Studienbeihilfe für werdende Mediziner ins Leben gerufen. Die Idee die dahinter steckt ist simpel: Die drei Unterstützer wollten das Heft des Handelns in der Hand behalten und den medizinischen Nachwuchs aktiv in die Region holen und hier möglichst sesshaft machen. Mit der finanziellen Starthilfe will der Landkreis langfristig dafür sorgen, dass ausreichend Ärzte zwischen Elbe und Elster in der Qualität und Dichte zur Verfügung stehen, wie sie gebraucht werden. Thomas Hettwer vom Sparkassenvorstand betonte: „Unsere Stiftung fördert gern Projekte, die der Region zugutekommen. Doch nicht blitzlichtartig, sondern langfristig, wie das bei den Medizinstipendien deutlich wird.“ Chefarzt Prof. Dr. med. Roland Reinehr: „Damit nimmt Elbe-Elster eine Vorreiterrolle in Brandenburg ein. Die Stipendien sind mittlerweile ein deutschlandweites Erfolgsmodel.“ Und er ergänzt: Im Januar 2016 bekam das Klinikum den Titel Lehrkrankenhaus verliehen. Damit stehen jungen Ärzten viele Facharztausbildungen und Spezialisierungen zur Verfügung. Arzt im Klinikum oder niedergelassen, oder in Verbindung mit den Medizinischen Versorgungszentren bestehen nach dem Studium viele Einsatzmöglichkeiten. So wird die Studienbeihilfe für angehende Mediziner sinnvoll erweitert mit allen anderen Aktivitäten des Landkreises.

Sie zielen nicht nur auf die langfristige Sicherung des ärztlichen Personals im Elbe-Elster-Klinikum ab, sondern auch auf eine dauerhafte Konsolidierung des Netzes niedergelassener Ärzte, ebenso wie auf die Versorgung des kreislichen Gesundheitsamtes mit Ärzten.

Mit 1.060 Mitarbeitern ist das EE-Klinikum größter Arbeitgeber der Region. Hoch qualifizierte Fachleute bieten in den drei Krankenhausstandorten das komplette Spektrum der gehobenen medizinischen Grundversorgung an. In Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg werden jährlich rund 20.000 stationäre und die gleiche Anzahl ambulante Patienten in den Fachgebieten Anästhesie/Intensivmedizin, Chirurgie mit Teilbereich Orthopädie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Innere Medizin, Pädiatrie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie Radiologie wohnortnah versorgt. Modernen Gebäude und zeitgemäße Medizintechnik bieten dafür beste Voraussetzungen. Die einzelnen Häuser des Klinikumverbundes haben sich über die Region hinaus anerkannte medizinische Profilierungen erarbeitet. Dazu gehören u.a. die Implantation von Herzschrittmachern, die Telemedizin und die neurologische Intermediate Care Station zur Behandlung von Schlaganfallpatienten sowie ein umfangreiches Leistungsangebot im Bereich der interventionellen Endoskopie mit 6.000 Eingriffen pro Jahr in Herzberg, dem Endoprothetik-Zentrum in Elsterwerda und dem sich im Aufbau befindlichen Wundzentrum in Finsterwalde. Mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum ergänzt und unterstützt das Klinikum im Auftrag des Landkreises die ambulante medizinische Versorgung in der Region.

Das Programm trägt bereits Früchte. 23-Mal wurde die Studienbeihilfe bisher vergeben, 2018 kommen fünf weitere Empfänger dazu. Und fünf Absolventen, die in der Vergangenheit davon profitierten, nahmen bereits ihre Tätigkeit im Elbe-Elster-Klinikum auf und absolvieren dort Teile ihrer Facharztausbildung (4x Innere Medizin, 1x Anästhesie). Andere machen ihre Facharztausbildung an Kliniken in Cottbus, Dresden, Halle, Leipzig und Riesa.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Elbe-Elster vom 30.01.2018

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Stiftung Lausitzer Braunkohle kooperiert mit CTK zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region

Zwei Lausitzer Medizinstudenten erhalten Stipendien

Die Stiftung Lausitzer Braunkohle wird zwei Medizinstudenten, die aus der Lausitz stammen, über drei Jahre mit einem monatlichen Stipendium von 500 Euro fördern. Darauf haben sich der Stiftungs-Vorstand und die Geschäftsführung des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums (CTK) in einer Fördervereinbarung verständigt.  Bedingungen für den Erhalt des Stipendiums sind unter anderem, dass die Studenten ihre Praktika im Rahmen der klinischen Ausbildung im Carl-Thiem-Klinikum absolvieren sowie das Angebot des Krankenhauses für eine mindestens dreijährige Anstellung nach Abschluss des Studiums annehmen.

„Das Thema Fachkräftesicherung ist eines der Zukunftsprobleme in Cottbus und der Lausitz. Zudem ist die medizinische Versorgung ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität. Hier wollen wir mit unserer Förderung ansetzen und jungen Medizinern einen Anreiz schaffen, in ihrer Heimat nach Abschluss des Studiums beruflich Fuß zu fassen“, begründet Stiftungsratsvorsitzender Dr.-Ing. E. h. Michael von Bronk das Engagement der Stiftung Lausitzer Braunkohle. Gemeinsam mit dem CTK wurde die erste Empfängerin eines Stipendiums ausgewählt. Es ist die 30-jährige Cottbuserin Cassandra Wolter. Sie studiert derzeit Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald.

„Mit den Stipendien wollen wir neue Impulse setzen, um die Versorgung mit Ärzten in Cottbus und der Lausitz auf Dauer sicher zu stellen.“ erläutert Dr. med. Götz Brodermann, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des CTK. „Mit der Kooperation haben wir einen weiteren Baustein in die Praxis überführt, der uns ganz konkret bei der nachhaltigen Versorgung der Bevölkerung mit Medizinern helfen kann.“

Die Voraussetzungen für das Stipendium umfassen die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule/Universität im Fach Humanmedizin, das erfolgreiche Bestehen des ersten Abschnitts der ärztlichen Prüfung sowie den Erwerb der erforderlichen Leistungsnachweise. Um dem Förderzweck Rechnung zu tragen und die Bindung der jungen Ärzte im stationären und ambulanten Bereich zu sichern, verpflichten sich die Studenten, das CTK im regulären Bewerbungsverfahren für das Praktische Jahr, das am Ende des Medizinstudiums steht, als erstes Wunschkrankenhaus anzugeben.  Für die Ausbildung von Medizinstudenten im Praktischen Jahr kooperiert das CTK mit der Charité Universitätsmedizin und trägt den offiziellen Titel „Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité“.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lausitzer Braunkohle vom 01.02.2018

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