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2. Informationsveranstaltung im Landkreis Elbe-Elster zum Klimaschutz

Der Landkreis Elbe-Elster lud am 16. Januar 2019 zur zweiten Informationsveranstaltung zum Klimaschutz nach Falkenberg in das Haus des Gastes ein. Bei der Tagung ging es vor allem um das Thema Energieeffizienz in Kommunen und Unternehmen. Begleitet wurde die Tagung durch eine Fachausstellung namhafter Firmen im Foyer, wo an praktischen Beispielen dargestellt wurde, was möglich ist und wo im Privathaushalt, in öffentlichen Gebäuden oder betrieblichen Anlagen die eingesetzte Energie effektiver genutzt werden kann. Dazu gab es auch Erläuterungen zur Vielschichtigkeit von Förderprogrammen für Kommunen, hier besonders für öffentliche Gebäude, für Unternehmen mit Blick auf Werksgebäude und Nutzung von Heizenergie im Produktherstellungsverfahren sowie für Sanierungsarbeiten von privaten Hauseigentümern. Anlass dieser 2. Veranstaltung, so der Klimaschutzmanager des Landkreises Kurt Seidel, sind die Novellierung der Kommunalrichtlinie insbesondere im Hinblick auf die Initiierung von Energieeffizienznetzwerken sowie die Einführung von strategischen Energiemanagementsystemen nach anerkannten Standards neben Unternehmen nun auch in Kommunen. Seidel: „Energieeffizienz ist ein Schlüssel zum Erfolg beim Klimaschutz. Jede Kilowattstunde, die wir einsparen, führt zu weniger CO2-Ausstoß und muss nicht durch erneuerbare Energie erzeugt werden.“ Das gilt für die Nutzung von Abwärme-Potenzialen in der Industrie genauso wie für das energetisch sanierte Gebäude bis hin zum Energiesparen in den eigenen vier Wänden. Und hier steht niemand allein da. So gibt es bereits jetzt schon Modernisierungsbündnisse, wozu auch der Landkreis Elbe-Elster gehört, die sich diesem Thema durch ein angepasstes Energiemanagement widmen. Denn, nach Verkehr und Wirtschaft sind die Haushalte der drittgrößte Energieverbraucher und Verursacher von CO2-Emissionen im Landkreis Elbe-Elster. Wohngebäude im Gebäudebestand spielen hier eine entscheidende Rolle. Sie verbrauchen bis zu fünfmal mehr Heizenergie als ein energetisch optimal saniertes Haus und erhöhen damit den klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Doch es gibt Lösungsansätze. Stefan Scherz von der EWUS Effiziente Wärme- und Stromlieferung GmbH fasste bei der Tagung zusammen: „Die Technik ist da, um 80 % des weltweiten Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energien abzudecken. Es scheitert jedoch an den Finanzierungsfragen“. Doch im Gesamtbild geht es nicht nur um Senkung des Energieverbrauches. Es geht vor allem um die effektive Ausnutzung des Energieeinsatzes.

Besonders große Energieeffizienzpotentiale die nicht genutzt werden sieht Stefan Scherz in der Industrie, obwohl sie wirtschaftlich realisierbar wären. Klar ist, zur Herstellung eines Produktes braucht man Energie. Doch Rest- oder dabei anfallende ungenutzte Wärmeenergie kann man mit geeigneten Systemen z.B. für die Beheizung einer Halle oder Bereitstellung von Warmwasser verwenden und falls möglich, auch an private Haushalte abgeben. Die Nutzung von Solarthermen, Wärmepumpen Biomasseanlagen gehören ebenso dazu wie Energieverbünde, um bspw. ganze Wärmenetze zu bilden. Und genau das ist besonders für Unternehmen wichtig, so Jens Jäger von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Er plädiert für die weitere Bildung von Netzwerken für kleine und größere Betriebe die sich auch in Bezug auf Modernisierungsmaßnahmen zusammenschließen sollten. Aktuelle Entwicklungen und Ziele der Initiative Energieeffizienz für Unternehmen zeugen deutlich die Vorteile auf, denn auch hier ist neben fachkundiger Beratung abschauen und nachmachen unbedingt erlaubt. Auch die Klimaschutzoffensive des Einzelhandels zeigt, dass hier vieles möglich ist.

Der Landkreis Elbe-Elster sowie die Stadt Uebigau-Wahrenbrück haben sich erfolgreich für eine Mitarbeit im Projekt der Deutschen Bundestiftung Umwelt „Modernisierungsbündnisse“ beworben. Dieses Projekt, welches das Ziel hat, durch gemeinsames Handeln möglichst vieler Akteure die nach wie vor geringe Modernisierungsrate im Gebäudesektor der Ein- und Zweifamilienhäuser zu steigern, wurde bei einem weiteren Fachvortrag vorgestellt. Denn, ein ganzer Straßenzug mit Einfamilienhäusern, dazwischen vielleicht eine Kita oder Schule, jedes Gebäude mit eigener Heizungsanlage, das erzeugt Energieverluste und erschwert die Einspeisung von erneuerbaren Energien. Klimaschutzmanager Kurt Seidel zeigte sich am Tagungsende zufrieden. Man sei im Gespräch und die vielen Beispiele in den insgesamt elf Fachvorträgen zeigten, dass auch Elbe-Elster noch Potential hat, um die Energieeffizienz zu steigern.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Elbe-Elster vom 17.01.2019

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