Wirtschaftsregion Lausitz GmbH
Am Turm 14
03046 Cottbus
Tel.: +49 (0) 355/28890402
Fax: +49 (0) 355/28890405
E-Mail: info@wirtschaftsregion-lausitz.de
Wirtschaftsregion Lausitz ZukunftsdialogGemeinsam Perspektiven entwickeln.

Energieregion Lausitz beauftragt BTU Cottbus-Senftenberg im Modellvorhaben

Fachgebiet Regionalplanung übernimmt zwei Aufgabenbereiche im Rahmen der Erstellung einer Mobilitätsstrategie für den Wirtschaftsraum Spreewald

Im Modellvorhaben „Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ arbeitet die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH mit dem Fachgebiet Regionalplanung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg zusammen. Im Zeitraum von Juni 2017 bis Ende Januar 2018 wird das Team um Frau Prof. Matern zwei wesentliche Projektaufgaben bearbeiten.

Bedarfsanalyse der Mobilität von Auszubildenden

Um die Mobilität der Auszubildenden zu verbessern, folgt im ersten Arbeitsschritt eine Bedarfsanalyse. „Einige Ausbildungsbetriebe im Wirtschaftsraum Spreewald insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe sind unzureichend an den ÖPNV angeschlossen und schwer erreichbar.“, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. „Für sie ist es schwer Fachkräfte sowie Azubis zu gewinnen. Dies ist ein Wachstumshemmnis. Fehlende Daten zum Mobilitäts- und Pendlerverhalten der Auszubildenden im Wirtschaftsraum stehen der Entwicklung von passgenauen Lösungsansätzen entgegen.“ Daher wird das Fachgebiet Regionalplanung zusammen mit der Energieregion Lausitz Fragebögen erstellen und eine Bedarfsanalyse zum Mobilitätsverhalten der Auszubildenden im Wirtschaftsraum Spreewald durchführen.

Beispielhafte Gestaltung von Mobilitätshubs

Im zweiten Aufgabenbereich kreieren Studenten der Fachgebiete Architektur und Stadtplanung intermodulare Angebote zur Mobilität an bestehenden Bahnhöfen oder Bushalten. Es sollen modellhaft technische Lösungen aufgezeigt werden, um an Verkehrsknotenpunkten Umsteigemöglichkeiten sowohl für Touristen als auch Bewohner zu schaffen. „Sogenannte Mobilitätshubs sind Knotenpunkte mit Vernetzungsfunktion in die Fläche. Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu verringern, um den Erholfaktor des Biosphärenreservats Spreewald zu erhöhen. Ansätze können intelligente Fahrradboxen oder eMobilitätssharing-Angebote sein.“, so Norman Müller. „Für Fachkräfte als auch Auszubildende sind solche Angebote mitunter eine große Erleichterung für den täglichen Arbeitsweg. Dies wiederum macht den potentiellen Arbeitgeber attraktiver.“

Entwicklung weiterer Maßnahmen

Des Weiteren werden im Projekt konkrete Maßnahmen entwickelt, die in der zweiten Förderphase, umzusetzen sind. Dazu zählt die Einführung eines möglichen Gästetickets, wie es bereits in vielen Urlaubsregionen eingesetzt wird. Die Mitglieder im Lenkungskreis sowie weitere regionale Akteure informierten sich diesbezüglich im Rahmen einer Exkursion im Schwarzwald (siehe Pressemitteilung vom 19.05.2017). Auch die Verbesserung durch den landkreisübergreifenden Lückenschluss im ÖPNV ist zu diskutieren.

Das Thema Elektromobilität wird in der Mobilitätsstrategie des Wirtschaftsraumes Spreewald interdisziplinär betrachtet und von der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH weiter vorangetrieben. Eine Zusammenarbeit der BTU Cottbus-Senftenberg erfolgt über das Projekt hinaus bereits seit drei Jahren zum Elektromobiltreffen im Rahmen der eTourEurope. Die längste internationale Elektromobilrallye führte erneut am 15. Juni 2017 durch die Lausitz.

Es gab eine große Resonanz von kommunalen Vertretern, Unternehmern und Wissenschaftlern. Thematisiert wurden in einem begleitenden Forum der Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, die technischen Voraussetzungen, mögliche Finanzierungsmodelle, die wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie der Einsatz von Elektromobilen im kommunalen Fuhrpark und das kommunale eCarsharing.

 

Hintergrund:

Die Modellregion, der Wirtschaftsraum Spreewald, befindet sich im Südosten Brandenburgs und umfasst ländliche Gebiete der Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße sowie die kreisfreie Stadt Cottbus. Sie grenzt im Norden an das Berliner Umland und an den Landkreis Oder-Spree, im Westen an den Landkreis Teltow-Fläming, im Süden an Großräschen sowie östlich an die Gemeinde Schenkendöbern des Landkreises Spree-Neiße an. Diese Region erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 3.127 km².

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist es, eine Mobilitätsstrategie für den Wirtschaftsraum Spreewald aufzustellen, um die Erreichbarkeit der Zielgruppen aus den peripher gelegenen Teilbereiche des Raumes zu den Orten der Daseinsvorsorge auch vor dem Hintergrund geringerer kommunaler Finanzkraft sicher zu stellen und so die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu stärken.

Das Modellvorhaben „Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ ist ein MORO- Forschungsprojekt, welches vom BBSR sowie BMVI gefördert wird. Die Projektlaufzeit ist vom 01.08.2016 bis 31.07.2018. Mit dem Projekt wird die Verbesserung der Mobilitätssituation im Wirtschaftsraum Spreewald durch das Erstellen von bedarfsgerechten Maßnahmen angestrebt.

 

Quelle: Pressemitteilung der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH vom 30.06.2017

Ansprechpartner

Projekt-MORO, Radverkehr,
E-Mobilität, Leitbild
Projektmanagerin
Frau Ariane Kölling
Tel.: +49 (0)355/28890404
Fax: +49 (0)355/28890405
E-Mail

  • Landkreis BautzenLandkreis Bautzen
  • Stadt Cottbus/ ChóśebuzStadt
    Cottbus/
    Chóśebuz
  • Landkreis Dahme-SpreewaldLandkreis
    Dahme-Spreewald
  • Landkreis Elbe-ElsterLandkreis
    Elbe-Elster
  • Landkreis
    Görlitz
  • Landkreis Oberspreewald-LausitzLandkreis
    Oberspreewald-Lausitz
  • Landkreis Spree-NeißeLandkreis
    Spree-Neiße