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Wirtschaftsregion Lausitz ZukunftsdialogGemeinsam Perspektiven entwickeln.

Erfahrungsaustausch der Braunkohlereviere in Großräschen

Am 12. und 13. September 2019 trafen sich Vertreter des Helmstedter, Rheinischen, Mitteldeutschen und Lausitzer Reviers sowie Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum vierten Vernetzungstreffen in Großräschen. Ziel ist der Erfahrungsaustausch der Leadpartner im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“. Die Regionen profitieren derzeit von Mittelzuweisungen von insgesamt jährlich acht Mio. Euro.

Die Partner aus den vier Regionen - für die Projektaufrufe, -auswahl, -qualifizierung und finanztechnische Abwicklung zuständig - haben sich intensiv zum aktuellen Stand ausgetauscht. Es ging auch darum, die Richtlinie zur Umsetzung des Bundesmodellvorhabens Unternehmen Revier so anzupassen, dass noch mehr Akteure es schaffen, vom Programm zu profitieren. „Dieses gemeinsame Ringen um bestmögliche Lösungen trägt bereits Früchte. Das BMWi ist in einem sehr engen Austausch mit den Regionalpartnern und Umsetzern des Programmes und mit einer ersten Evaluierung der Richtlinie kommt es nun schon zu einer Erweiterung. Dies wird künftig Chancen für zusätzliche Projektumsetzungen eröffnen.“, so Norman Müller, verantwortlicher Projektleiter bei der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH.

Highlight des Vernetzungstreffens war der Besuch an der BTU Cottbus-Senftenberg im Algen-Technikum am Senftenberger Standort mit der Übergabe des Förderbescheides für das im Bundesmodellvorhaben Unternehmen Revier beantragte Projekt „Multiparametrischer Bioreaktor“. Die Carbon Biotech AG und die BTU Cottbus-Senftenberg wollen im Verbund eine Pilotanlage für die Produktion von Mikroalgen (Spirulina platensis) aufbauen.

Das große Ziel ist es, zukünftig Spirulina-Biomasse in der Lausitz großtechnisch als Nahrungsergänzungsmittel, als Grundlage für veganes Protein und für Phytopharmaka im Herz- und Kreislaufbereich zu produzieren.

Eine bisher weitgehend vernachlässigte Option zur Produktion von Proteinen als nachwachsender Rohstoff ist die photoautotrophe Kultivierung von Mikroalgen, die ohne Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen in Gewässern oder Bioreaktoren erfolgen kann. Mikroalgen wie Spirulina haben im Vergleich zu Landpflanzen eine um 50-100x höhere Biomasseproduktivität. Da Mikroalgen wie Spirulina für ihr Wachstum in großem Umfang Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Umluft aufnehmen, dienen die bei Carbon Biotech zusammen mit der BTU in Angriff genommenen Projekte auch zur Entwicklung von Verfahren, um die atmosphärische CO2 Konzentration auf ein sicheres Maß zu senken. „Die im Rahmen von Unternehmen Revier nun gewährte Förderung ist für Carbon Biotech ein wichtiger Schritt, die Unternehmensziele in der Lausitz zu realisieren und damit auch viele neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Prof. Dr. Jan-Heiner Küpper, Geschäftsführer von Carbon Biotech und Direktor des Instituts für Biotechnologie an der BTU.

In der Wirtschaftsregion Lausitz gibt es eine Kompetenz hinsichtlich der wissenschaftlichen Bearbeitung von Algenprojekten sowohl an der BTU als auch an der TH Wildau. Bereits in der Vergangenheit wurden Entwicklungsprojekte im Aufschluss von Mikroalgen und in der Herstellung gemeinsam mit der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (ehemals Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH) umgesetzt.

Das vorhandene Erfahrungswissen soll auch für die Projektrealisierung genutzt werden.

Hintergrund:

Die Wirtschaftsregion Lausitz hat bereits zwei Ideen- und Projektwettbewerbe in verschiedenen Themenfeldern vorgenommen. Über 140 Projektideen mit zum Teil technologieaffinen Ansätzen, wurden eingereicht. Im Schwerpunkt geht es darum, neue Technologie- und Kompetenzfelder in der Region zu befördern.

Quelle: Pressemitteilung der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH vom 19.09.2019

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