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Lausitzer Agrargesellschaft macht Heu zu Gold

Göritzer Bauern erkennen das Potenzial, Feuchtwiesen im Spreewald zu erhalten und gleichzeitig Wärme zu erzeugen. Das unbrauchbare holzige Heu, welches aus dem Spreewälder Feuchtwiesen gewonnen wird, kann weder zu Futter noch anderen Zwecken genutzt werden. Die Göritzer Agrar GmbH möchte nun aus diesem Rohstoff  Energie erzeugen. So kann der Spreewald erhalten bleiben und gleichzeitig erneuerbare Wärme für Unternehmen gewonnen werden.

Sehr viele deutsche Biosphärenreservate haben das Problem, die Feuchtwiesen zu erhalten. Einmal im Jahr wird das Heu dieser Wiesen, wenn es im September/Oktober holzig ist, abgemäht. Die Tierwirte können allerdings diesen Rohstoff nicht als Futtergut verwenden. Nun hat die Agrargesellschaft eine nachhaltige Lösung gefunden.

Das von der Oktobersonne getrocknete Heu wird zu bis zu 1,50 m hohen Heuballen zusammengerollt. Anschließend wird es in eine Anlage gebracht, die in Göritz entstehen soll. Diese wird eine Leistung von 200 Kilowatt erreichen. 600 Rollen zu je 180 Kilogramm sollen bei 350 bis 600 Grad vergast werden, um Wärme für den eigenen Hofladen, Büroräume, Werkstätten und Lagerhallen zu erzeugen. Gemäht werde das Heu auf einer Fläche von 60 bis 70 Hektar nahe der Dubokmühle oder hinter der Radduscher Buschmühle.

Die Idee entstand gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg nach vielen Jahren als Alternative zu Biogas und Kompostierung. Unterstützer sind auch die Bioshärenreservatsverwaltung sowie die Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald. Finanziert wird das Projekt u.a. mit Mitteln aus dem Leader-Programm. Minister Jörg Vogelsänger (SPD) brachte den Fördermittelbescheid mit 77.800 Euro persönlich in Göritz vorbei. Das Landwirtschaftsunternehmen selbst wird einen Eigenanteil von 100.000 Euro beisteuern. Naturschützer werden dieses Projekt befürworten. Denn durch die späte Mahd im September, kann sich der Wachtelkönig, der sich aus Europa eher zurückzieht, wieder einnisten und seltene Wiesenblumen heranwachsen.

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