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Wirtschaftsregion Lausitz ZukunftsdialogGemeinsam Perspektiven entwickeln.

Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien - Perspektiven für den ländlichen Raum

Die Agentur für Erneuerbare Energien und die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH haben Kommunalentscheider wie Bürgermeister, Landräte und Vertreter von Verwaltungen, Unternehmer, Akteure wie bspw. Land- und Forstwirte, Mitglieder von Energiegenossenschaften und Stadtwerke der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie des Freistaates Sachsen zum gemeinsamen Dialog eingeladen. Über 100 Teilnehmer fanden den Weg zum „Grünen Lausitzring“. Ein intensiver Austausch zu kommunalen Konzepten und Umsetzungsprojekten verschaffte einen neuen Blick auf die Möglichkeiten der regionalen Wertschöpfung.

Ein bestimmender Aspekt der Veranstaltung war es, wie Kommunen von der Energiewende profitieren und sich zukunftssicherer aufstellen können. Im Kern ging es in den Beiträgen darum, Ausgaben für Energie, Wärme und Mobilität regional zu halten, wirtschaftliche Kreisläufe zu etablieren und durch kommunale Beteiligungen direkt davon zu profitieren. Ein Modell, gerade für ländliche Regionen, die Einnahmen für die Finanzierung von Leistungen der Daseinsvorsorge verwenden können. Dies entlastet die kommunalen Haushalte nachhaltig.

Viele Kommunen haben das Entwicklungspotential längst erkannt. Vertreter zeigten regionale Beispiele auf, wie die Energiewende von Ihnen vorangetrieben wurde.

So berichtete beispielsweise Susann Skalda, Geschäftsführerin des Vereins Biomasse Schraden e.V., über das BMBF-Forschungsprojekt: Innovationsgruppe "AUFWERTEN" - Agroforstliche Umweltleistungen Für WERTschöpfung und Energie. Es ist angedacht, ein Zentrum für Agroforstwirtschaft in Südbrandenburg zu errichten.

Gottfried Richter, Amtsdirektor des Amtes Kleine Elster, nahm einen Erfahrungsbericht zur Errichtung des Holz-Hackschnitzelheizkraftwerkes in Massen vor. Das Heizwerk hat Vorbildcharakter für den Einsatz von lokal erzeugter Bioenergie für die Wärmeerzeugung. Die vollautomatische Anlage mit einer Leistung von 550 Kilowatt versorgt über ein Nahwärmenetz mit einer Länge von einem Kilometer eine Schule, eine Turnhalle, eine Amtsverwaltung sowie ein Bürogebäude mit Wärme. Die Anlage verbraucht im Jahr etwa 1.500 bis 1.800 Schüttraummeter Holz.

Matthias Schmiedel, Bürgermeister der Stadt Colditz, ging näher auf die kommunale Beteiligung an Erneuerbare-Energie-Projekte ein.

Der Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Andreas Claus, berichtete bei der Veranstaltung am Lausitzring über den Standort in der ehemaligen Brikettfabrik in Domsdorf und nutzte sogleich die Gelegenheit, die bereits 7. Erneuerbare Energiemesse anzukündigen, die am 03. Juli dieses Jahres stattfinden wird.

Die Energieregion Lausitz unterstützen  die regionalen Ansätze in diesem Bereich seit Jahren auch finanziell. Beispielhaft steht hierfür das Transfer- und Transformationszentrum in der Energiewende in Uebigau-Wahrenbrück. Kommunen sind die wichtigsten Treiber der Energiewende. Besonderse im ländlichen Bereich der Energieregion Lausitz wird es wesentlich sein, Know-how im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen, Beispiele in der Finanzierung und Erfahrungen bei realisierten Demonstrationsanlagen unterschiedlicher Technologien zu transferieren. Das Zentrum soll dabei als Katalysator für Umsetzungsvorhaben in der Region dienen und in Kooperation mit der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH auch eine überregionale Strahlkraft erlangen.

Die Maßnahmen zielen auf eine erhöhte Lösungskompetenz mit Umsetzungsprojekten und einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung ab. Die Ansprache und Vernetzung von kommunalen, unternehmerischen und wissenschaftlichen Akteuren der Region bietet das Potential im Bereich der Energietechnik Arbeitsplätze und Beschäftigung in der Region zu sichern und gleichzeitig zusätzlich neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.

Bedeutend sind auch Modelle mit Unternehmen, die die Eigenbeteiligung der Kommunen indirekt über Planungsleistungen tragen. Hier zeigte der Bürgermeister von Colditz stellvertretend auf, wie Einwohner unmittelbar von diesem Engagement profitieren. „Es gab ein klares Signal: Kommunen müssen Ihr Engagement für Erneuerbare-Energien-Projekte jetzt angehen. Kommunale Beteiligungen an Windkraftanlagen können Vorteile in der Finanzierung von Leistungen bringen. Familien wurden so beispielsweise bei den Kita-Gebühren in Colditz entlastet. Dies sind auch Argumente gegen Abwanderung. Vielfach erlebt man in solchen Kommunen eine ganz neue Qualität von Bürgerbeteiligung. Menschen engagieren sich nicht nur mit Zeit und eigenen Kompetenzen, sondern auch mit Geld in Erneuerbare-Energien-Projekte. Sie arbeiten eng mit der Kommunalverwaltung zusammen und nutzen stärker ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung vernetzte die Akteure länderübergreifend und setzte neue Impulse. Die Erneuerbaren Energien sollen sich mehr und mehr zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Kommunen entwickeln.

Harald Altekrüger, als Vertreter der Energieregion Lausitz, brachte es anfänglich der Veranstaltung auf dem Punkt: „Alle Akteure dieser Gesellschaft sind gefordert, sich im Prozess der Umsetzung der Energiewende einzubringen, was unbestritten mit großen Kraftanstrengungen verbunden sein wird. Beiträge sind zu leisten, damit dieser Umgestaltungsprozess des Energiesystems mit einem nachhaltigen qualitativen Wachstum verbunden werden kann. Dies ist besonders wichtig für die Lausitz.“

Nähere Informationen zum Transfer- und Transformationszentrum

finden sie hier

 

Galerie Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien -
Perspektiven für den ländlichen Raum - 01.03.2016

 
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