Hochbelastbare Druckbehälter zur Wasserstoffspeicherung in Leichtbauweise

Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH hat zur Projektvorstellung im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ zur EAB Gebäudetechnik Luckau GmbH geladen. Vorgestellt wurde das Verbundprojekt Herstellung von gewickelten hochbelastbaren Druckbehältern in Leichtbauweise von Wasserstoffspeicherung mit integrierter Zustandsüberwachung. Die Umsetzung erfolgt zusammen mit dem Projektpartner Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP. Christian Beloch, EAB-Geschäftsführer und Marcello Ambrosio, akademischer Mitarbeiter im Fraunhofer-Institut zeigten sich erfreut über die bisher erreichten Meilensteine.

Der hochbelastbare Wasserstoffspeicher soll sowohl stationär in Privathaushalten zur Haushaltsenergieversorgung als auch für mobile Anwendungen einsetzbar sein. Verschiedenste Parameter wie Füllmenge, Druck und Temperatur werden über die teilweise direkt im additiven Verfahren aufgebrachte Sensorik innerhalb der Smart Home Technologie zusammengeführt, geprüft und gesteuert. Die bisherige kostenintensive manuelle Wartung wird durch eine vorausschauende digitalisierte Wartung ersetzt, womit dem Nutzer passgenauer der mögliche Verschleiß- und Austauschzeitpunkt bzw. Leckagen angezeigt werden. Da die Wandstärke des Wasserstoff-Druckbehälters in gewickelter Faserverbundbauweise gegenüber einer herkömmlichen Stahlausführung ein vierfaches dünner und im Gewicht um das mehr als 18-fache leichter ist, wird sowohl eine Montage im Haushaltsenergiebereich erleichtert, als auch der Einsatz in mobilen Anwendungen befördert. Gerade in mobilen Anwendungen ist die Gewichtseinsparung ein wesentlicher Faktor, womit perspektivisch auch höhere Reichweiten verbunden sind.
Zudem ist es Ziel, den thermoplastischen Behälter komplett recycelbar zu gestalten und damit die Möglichkeit zu schaffen, dass dieser nach dem Ende des Lebenszyklus wieder für die Produktion von neuen Druckbehältern genutzt werden kann.

Bis zum Projektende Mitte Oktober 2022, wird ein anwendungsnaher Prototyp zur Verfügung stehen, der im Betrieb weiter getestet wird und entsprechende Zertifizierungsprozesse für die Vermarktung durchlaufen wird.

Bild und Text: WRL

Wirtschaftsregion Lausitz GmbH

Norman Müller

Bereichsleiter “Unternehmen Revier”

mueller@wirtschaftsregion-lausitz.de