Prämierung im 3. Aufruf des Teilhabefonds Brandenburg: 40 Projektideen der Lausitzer Zivilgesellschaft ausgezeichnet

Gruppenfoto der prämierten Projektträger im 3. Aufruf Teilhabefonds Brandenburg auf der neuen Bühne Senftenberg

Im dritten Aufruf des Teilhabefonds Brandenburg sind am 15. Januar 2026 in der Neuen Bühne Senftenberg 40 Projektideen aus der Lausitzer Zivilgesellschaft ausgezeichnet worden.

Bei der Prämierungsveranstaltung würdigte die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Kathrin Schneider, die Preisträgerinnen und Preisträger und überreichte die Urkunden.

Sie sieht im Teilhabefonds ein Erfolgsprojekt: „Auch in der dritten Runde sind dutzende Bewerbungen eingegangen. Erneut konnten wir 40 Projekte prämieren. Das zeigt, wie der Lausitzer Strukturwandel von den Menschen vor Ort angenommen wird. Die Lausitzerinnen und Lausitzer bringen sich ein und wirken mit. Sie leisten damit einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen des Wandels vom Bergbaurevier zur Zukunftsregion. Mit Investitionen in große Projekte wie das ICE-Bahnwerk oder die Uni-Medizin in Cottbus allein ist es nicht getan. Der Strukturwandel wirkt, wenn sich Menschen beteiligen und teilhaben können. Das gelingt unter anderem mit den vielfältigen Ideen von Kindern und Jugendlichen, Vereinen oder Dorfgemeinschaften, die aus dem Teilhabefonds gefördert werden.“

Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, sagte: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Gestaltungswille in der Lausitzer Zivilgesellschaft steckt. Der Teilhabefonds gibt engagierten Menschen die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen und den Strukturwandel vor Ort aktiv mitzugestalten. Genau dieses gemeinsame Handeln ist der Schlüssel für eine lebenswerte und zukunftsfähige Lausitz.“

Hier eine Auswahl der ausgezeichneten Projekte:

  • Lebendige Zeitenreise durch 625 Jahre Hosena– Zwischen Mieps, Most und Metall des Fördervereins für die Linden-Grundschule Hosena e.V.: Zum Fest des Ortsbestehens entsteht ein interaktives Schaubild des Dorfes, um die regionale Wirtschafts-, Kultur- und Sportgeschichte im Wandel der Zeiten für Kinder und Jugendliche zu erzählen.                                  

Die Umwandlung der Bergbaufolgelandschaften in eine vielfältige Kultur- und Erholungslandschaft bietet auch der jungen Generation eine lebenswerte Zukunftsperspektive in der Lausitz im Strukturwandel. Das Projekt macht jungen Menschen Angebote, die eine aktive Beteiligung junger Menschen an Entscheidungsprozessen ermöglicht. Es schafft Raum für Begegnungen, gemeinschaftliches Erleben und Lernen bei Ausstellungen, Kulturevents und Sportaktivitäten.

  • Tiny Holy Flow: Mobile Kunst- und Dialogplattform für die brandenburgische Lausitz – Evangelische Gesamtkirchengemeinde Region Forst (Lausitz): Als mobile Kunst- und Dialogplattform reist ein Tiny House durch die brandenburgische Lausitz. Mit Musik-, Tanz-, Malerei- und Poesieworkshops verbindet es Städte und ländlichen Räume. Höhepunkt ist ein interreligiöses Festival in Forst, das Vielfalt und Zusammenhalt im Strukturwandel stärt. Das baut Vorurteile ab und macht deutlich, dass Strukturwandel mehr ist als wirtschaftliche Erneuerung: Er braucht kulturelle Vielfalt, Begegnung und gemeinsame Zukunftsbilder. Angesichts neuer Fachkräfte aus unterschiedlichen Ländern und Religionen lädt es Glaubensrichtungen und Weltanschauungen ein, sich einzubringen und Zukunft mitzugestalten.
  • Tradition trifft Moderne – Strukturwandel in der Landwirtschaft des Dorfclubs Groß Drewitz e.V.: Das Projekt möchte junge und sich in der Region ansiedelnde Personen an die Traditionen im ländlichen Kontext heranführen und für das Engagement in der Dorfgemeinschaft begeistern. Zudem wird für die älter werdende Generation auf dem Land der technologische und strukturelle Wandel in der Landwirtschaft nähergebracht.

Die große Bandbreite der Projektideen verdeutlicht das hohe Engagement der Zivilgesellschaft und den Wunsch, die Zukunft der Region gemeinsam zu gestalten.

Die Auswahl der prämierten Projekte aus über 64 eingereichten Projektideen erfolgte durch eine 15-köpfige Jury bereits am 17. Dezember 2025. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertreter der Lausitzer Landkreise und Kommunen, das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der Landesregierung Brandenburg, Kinder- und Jugendorganisationen, den Kammern sowie weiterer regionaler Akteure.

Die Prämierungsveranstaltung nutzte zwei Bühnen des Senftenberger Theaters um zu zeigen, was mit Unterstützung des Teilhabefonds bereits umgesetzt wurde. Gleichzeitig wurden die Gäste aus der Zivilgesellschaft darin bestärkt, sich aktiv an der Zukunftsgestaltung der brandenburgischen Lausitz zu beteiligen.

Im Rahmen des STARK-Förderprogramms „Teilhabefonds“ suchen wir bis Ende 2027 jedes Jahr kreative Köpfe und innovative Projekte, die den Strukturwandel in unserer Region nachhaltig prägen. Pro Jahr und Aufruf werden eine Million Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und des Landes Brandenburg zur Verfügung gestellt. Damit bieten wir eine Plattform, um visionäre Ideen in den Landkreisen und Kommunen der Lausitz zu verwirklichen. Seien Sie Teil einer Bewegung, die die Vielfalt der Lausitz in den Mittelpunkt stellt – Ihre Ideen sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Wandel!

Quelle: WRL-Presseinformation vom 15.01.2026

Foto: WRL/Arnold

Wirtschaftsregion Lausitz GmbH

Ingvil Schirling

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49(0)355-3555 16-24

schirling@wirtschaftsregion-lausitz.de