„Guben gewinnt“: Ministerin Schneider beim Richtfest für Bifi-Fabrik von Jack Link’s

15 Monate nach Baubeginn ist heute Richtfest gefeiert worden für den Bau der Bifi-Fabrik von Jack Link’s in Guben (Kreis Spree-Neiße). Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, betonte vor zahlreichen Gästen und Baupartnern: „Gemeinsam mit der polnischen Partnerstadt Gubin ist Guben auf dem richtigen Weg. Die Doppelstadt profitiert von Ansiedlungen und dem Lausitzer Strukturwandel. Bis 2038 heißt es: raus aus der Kohleverstromung und rein in eine nachhaltige Zukunft – mit neuen Industriearbeitsplätzen, erneuerbaren Energien, Wissenschaft und Forschung.

Schneider weiter: „Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit infolge von Kriegen und Krisen herausfordernd. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 nach vorläufigen Daten leicht gesunken. Nicht aber die brandenburgische! Wir haben im ersten Halbjahr mit sechs Prozent ein klar überdurchschnittliches Wachstum erreicht. Parallel ist der Strukturwandel in der Lausitz rasant vorangekommen. Das neue ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn AG in Cottbus ist das derzeit am deutlichsten sichtbare Lausitzer Projekt. Aber die Kräne drehen sich auch an vielen anderen Orten – zum Beispiel hier in Guben. Jack Link’s könnte hier bis zu 100 Millionen Euro investieren. Ich glaube, diese Entwicklung können wir mit zwei Worten zusammenfassen: Guben gewinnt!“

Jack Link’s baut in Guben vorerst eine Fabrik zur Produktion der Minisalami „Bifi Original“. Es entstehen zunächst etwa 80 Arbeitsplätze. Am Standort könnten später bis zu drei weitere Hallen für weitere Produkte der Marke errichtet werden. Guben wird nach Ansbach in Bayern der zweite deutsche Produktionsort des US-amerikanischen Konzerns. Das Land Brandenburg fördert die Investition mit einer Zuwendung aus der Richtlinie „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW G) mit insgesamt 10,94 Millionen Euro.

Schneider dankte dem Unternehmen für die Entscheidung pro Guben und Bürgermeister Fred Mahro und seinem Team für die „umsichtige Entwicklung der Stadt und ihrer Gewerbegebiete, die solche Ansiedlungen erst möglich macht“. Zudem verwies sie darauf, dass sich Jack Link’s auch wegen der Nähe zu Polen für den Standort entschieden hat. „Guben und Gubin arbeiten sehr eng zusammen. Sie bilden eine Einheit über Grenzen hinweg und sind damit erfolgreich. Die beiden Städte zeigen, was mit Toleranz und Weltoffenheit erreicht werden kann.“

Guben hat für die Planungen zum Ausbau seiner Gewerbegebiete in den vergangenen beiden Jahren Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz Lausitz erhalten. So bekam die Stadt knapp 300.000 Euro für die Entwicklung eines Bebauungsplans (B-Plan) zur Westerweiterung des Industriegebiets Süd. Auf einem bislang landwirtschaftlich genutzten Areal von rund 18 Hektar sollen neue Industrieflächen entwickelt werden. Zudem hatte Guben 150.000 Euro zur hälftigen Finanzierung der Planungskosten für die Erweiterung des Gewerbegebiets Deulowitz im Westen der Stadt erhalten. Dort, wo derzeit die erste Jack-Link’s-Produktionshalle entsteht, soll mehr Platz für mögliche weitere Investitionen geschaffen werden. So soll das Gewerbegebiet Deulowitz um neun auf 69 Hektar vergrößert werden.

Text: Staatskanzlei Brandenburg

Bild: Stadt Guben

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